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29.08.2026 – Bundesregierung lehnt starre Notstrom-Vorgaben ab

admin 0

Zuletzt aktualisiert am 30/08/2026

Die Bundesregierung lehnt bundesweit einheitliche, starre Vorgaben zur Notstromversorgung von Mobilfunkmasten ab und setzt stattdessen auf eine Einzelfallprüfung sowie freiwillige Maßnahmen der Netzbetreiber.

Nach den Stromausfällen in Berlin Anfang 2026, bei denen zeitweise auch das Mobilfunknetz zusammenbrach und Notrufe nicht mehr möglich waren, fordern Experten und Politiker robustere Netze. Die Bundesnetzagentur hatte bereits seit 2022 vorgeschlagen, Mindeststandards für die Notstromversorgung einzuführen, um im Krisenfall ein „Basisdiensteangebot“ (Notrufe, Warnmeldungen) sicherzustellen.

Die Regierung argumentiert gegen pauschale technische Vorgaben wie feste Akku-Laufzeiten oder Generatoren-Pflichten für alle Standorte. Stattdessen soll im Einzelfall geprüft werden, welche Maßnahmen sinnvoll und umsetzbar sind – etwa weil Brandschutz, Statik oder lokale Gegebenheiten eine Nachrüstung erschweren. Ein ursprünglich geplanter Passus im Kabinett, der Mobilfunkmasten bevorzugt ans Niederspannungsnetz anschließen sollte, wurde im Juni 2026 gestrichen.

Kritiker monieren, dass ohne verbindliche Mindestregeln die Versorgung bei langandauernden Stromausfällen weiterhin lückenhaft bleibt. Als ergänzende Ansätze nennt die Bundesnetzagentur etwa den Betrieb ausgewählter Standorte im energieeffizienten Low-Band (700–900 MHz) sowie die Anbindung per Richtfunk oder Satellit, falls Glasfaser ausfällt. Berlin testet zudem Solar-Batterie-Systeme auf landeseigenen Immobilien, kann aber keine bundesweiten Vorgaben erlassen.

Quelle: Ausfallsichere Handynetze: Bundesregierung lehnt starre Notstrom-Vorgaben ab | heise online

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